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RM-Software einführen: Warum ein Pilotprojekt der richtige Einstieg ist

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RM-Software einführen: Warum ein Pilotprojekt der richtige Einstieg ist

19.2.2026

6

Min. Lesedauer

RM-Software einführen: Warum ein Pilotprojekt der richtige Einstieg ist

Wenn Unternehmen eine RM-Software einführen möchten, stellt sich schnell die Frage nach dem richtigen Einstieg. Soll zuerst ein Tool ausgewählt werden? Oder braucht es zunächst neue Prozesse, Schulungen und Rollen? Und wie lässt sich vermeiden, dass die Einführung zu groß, zu komplex oder zu theoretisch wird?

In diesem Zusammenhang fällt häufig der Begriff „Pilot“. Doch was genau ist damit gemeint? Ein Pilotprojekt im Unternehmen – oder ein Software-Pilot beim Anbieter?

Die Praxis zeigt: Ein erfolgreicher Einstieg gelingt nur, wenn beides zusammenkommt. Ein fachliches Pilotprojekt im Unternehmen und ein zeitlich begrenzter Software-Pilot, bei dem das Tool unter realen Bedingungen eingesetzt wird.

Erst das Zusammenspiel beider Perspektiven schafft Klarheit, Akzeptanz und eine fundierte Entscheidungsbasis.

Warum der Einstieg in RM-Software oft schwerfällt

Viele Organisationen starten die Einführung einer RM-Software mit hohen Erwartungen. Das Tool soll Ordnung schaffen, Transparenz herstellen und Probleme lösen, die sich über Jahre aufgebaut haben. Gleichzeitig ist oft unklar, wie sich Anforderungsmanagement im eigenen Kontext eigentlich anfühlen soll, sowohl fachlich, organisatorisch und im Alltag der Beteiligten.

Hinzu kommt: Anforderungsmanagement existiert bereits, auch ohne Tool. Anforderungen entstehen in Meetings, Präsentationen, Tickets oder Tabellen. Die eigentliche Herausforderung liegt nicht darin, „damit anzufangen“, sondern darin, es systematisch, nachvollziehbar und gemeinsam zu betreiben.

Wer an dieser Stelle direkt großflächig ein Tool ausrollt oder versucht, die gesamte Organisation gleichzeitig umzustellen, riskiert Überforderung, Widerstände und Enttäuschung. Genau deshalb ist ein Pilot der bessere Einstieg.

Zwei Pilotprojekte, ein gemeinsames Ziel

Ein wirksamer Pilot besteht aus zwei klar unterscheidbaren, aber eng verzahnten Elementen: dem Pilotprojekt im Unternehmen und dem Software-Piloten beim Anbieter.

Das Pilotprojekt im Unternehmen: Anforderungsmanagement praktisch erproben

Auf Unternehmensseite bedeutet ein Pilotprojekt, ein reales, aber bewusst begrenztes Vorhaben auszuwählen, in dem Anforderungsmanagement erstmals strukturiert angewendet wird. Es handelt sich nicht um ein künstliches Übungsprojekt, sondern um ein echtes Projekt mit realen Anforderungen, Beteiligten und Zielkonflikten.

Ziel dieses Piloten ist nicht Perfektion. Vielmehr geht es darum, Erfahrungen zu sammeln:

Wie klar lassen sich Anforderungen formulieren? Welche Rollen werden tatsächlich gebraucht? Wo fehlen Informationen? Wie aufwendig sind Abstimmungen? Und welche Strukturen helfen wirklich weiter?

Ein solches Pilotprojekt schafft einen geschützten Rahmen, in dem neue Vorgehensweisen ausprobiert, hinterfragt und angepasst werden können, ohne den Druck, sofort organisationsweit „richtig“ sein zu müssen. Gleichzeitig liefert es belastbare Erkenntnisse für spätere Entscheidungen.

Der Software-Pilot: RM-Software unter realen Bedingungen testen

Parallel dazu braucht es einen Software-Piloten. Dieser unterscheidet sich grundlegend von klassischen Demos oder isolierten Testinstanzen. Ein Software-Pilot bedeutet, dass die RM-Software im realen Projektkontext eingesetzt wird, mit echten Anforderungen, realen Nutzern und demselben Support, der auch bei einer späteren Einführung vorgesehen ist.

Wichtig ist dabei: Der Pilot ist zeitlich begrenzt und bewusst ergebnisoffen. Er soll zeigen, wie gut Tool, Methode und Organisation tatsächlich zusammenpassen.

Welche Funktionen werden genutzt? Wo entstehen Reibungen? Welche Anpassungen sind notwendig, sowohl im Tool als auch im Vorgehen?

Für das Unternehmen entsteht dadurch ein realistisches Bild des Arbeitsalltags mit der Software. Für den Anbieter wiederum wird sichtbar, wie die Lösung unter echten Bedingungen wirkt. Beide Seiten gewinnen Transparenz und genau das macht den Pilot wertvoll.

Warum Pilotprojekt und Software-Pilot zusammengehören

Ein Pilot entfaltet seinen vollen Nutzen nur, wenn ein fachliches Pilotprojekt und ein Software-Pilot gemeinsam gedacht werden. Wird zwar ein Projekt pilotiert, das Tool aber nur oberflächlich genutzt, entstehen falsche Erwartungen und es fehlt später an Routine. Wird umgekehrt die Software getestet, ohne ein echtes Projekt als Grundlage, bleibt der Nutzen theoretisch und losgelöst vom Alltag.

Erst wenn reale Anforderungen, echte Beteiligte und das Tool im Zusammenspiel betrachtet werden, lassen sich fundierte Aussagen treffen: über Aufwand, Nutzen, Akzeptanz und Skalierbarkeit.

Was ein guter Pilot leisten muss

Ein auf beiden Ebenen erfolgreicher Pilot ist überschaubar, repräsentativ und klar organisiert. Er enthält genügend Komplexität, um realistische Erkenntnisse zu liefern, bleibt aber beherrschbar.

Wesentliche Erfolgsfaktoren sind ein konstantes, interdisziplinäres Team, klar definierte Rollen und regelmäßig eingeplante Zeit für Abstimmung, Feedback und Reflexion.

Ebenso wichtig ist ein sinnvoller Rahmen: Zu viel Vorab-Definition erstickt Lernen, zu wenig Struktur führt zu Chaos. Der Pilot sollte Raum lassen, damit Vorgehen und Tool gemeinsam wachsen können.

Der Pilot als vollwertige Einführung – mit fairer Exit-Option

Ein Pilot wird häufig als Vorstufe verstanden, die man erst einmal „durchläuft“, um danach in Ruhe zu entscheiden, ob und wie man weitermacht. Genau dieses Verständnis greift in der Praxis jedoch zu kurz.

Ein professionell aufgesetzter Pilot ist keine abgespeckte Einführung.

Er wird mit derselben Sorgfalt, Tiefe und Verbindlichkeit durchgeführt wie eine reguläre RM-Einführung: mit realem Projekt, echten Nutzenden, klaren Rollen, methodischem Anspruch und vollem Support.

Der entscheidende Unterschied liegt nicht in der Qualität, sondern in der Verbindlichkeit der Entscheidung.

Der Pilot schafft einen Rahmen, in dem Unternehmen Anforderungsmanagement und RM-Software real erleben, ohne sich bereits langfristig festlegen zu müssen. Er bietet eine saubere Exit-Möglichkeit für den Fall, dass sich zeigt, dass Zeitpunkt, Organisation oder Vorgehen (noch) nicht passen.

In der Praxis bedeutet das:

Wenn der Pilot funktioniert und das ist der Regelfall, geht es nahtlos weiter. Es braucht keine zweite Einführung, kein erneutes Aufsetzen von Strukturen und kein „Zurück auf Los“. Der Pilot ist dann schlicht der erste Abschnitt der eigentlichen Einführung.

Genau diese Kombination aus vollwertiger Umsetzung und Entscheidungsfreiheit macht den Pilot so wirkungsvoll: Er nimmt das Risiko aus der Einführung, ohne an Tiefe, Qualität oder Nachhaltigkeit zu verlieren.


Fazit: Vollwertig starten – mit der Sicherheit eines Piloten

Die Einführung einer RM-Software ist weder eine reine Tool-Entscheidung noch ein rein organisatorisches Thema. Sie verändert Arbeitsweisen, Abstimmungen und Entscheidungsprozesse und muss sich im realen Projektalltag bewähren.

Ein Pilotprojekt im Unternehmen schafft dafür den fachlichen und organisatorischen Rahmen: Anforderungsmanagement wird erstmals strukturiert, gemeinsam und an einem realen Projekt gelebt. Ein Software-Pilot beim Anbieter sorgt parallel dafür, dass das Werkzeug unter echten Bedingungen eingesetzt wird, mit derselben Tiefe, Sorgfalt und Unterstützung wie bei einer regulären Einführung.

Zusammen ermöglichen beide einen Einstieg, der vollwertig umgesetzt, aber nicht vorschnell festgezurrt ist. Der Pilot ist kein Testlauf, sondern der erste Abschnitt der Einführung, mit der Sicherheit, bei Bedarf aussteigen zu können, ohne sich frühzeitig festgelegt zu haben.

Wer RM-Software einführen möchte, sollte daher nicht „klein anfangen“, sondern realistisch: mit einem Piloten, der echte Ergebnisse liefert, nahtlos weiterführt und Risiken reduziert, ohne an Qualität einzubüßen.

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Über den Autor

Johanna Lotter

Johanna Lotter

Onboarding Managerin

Johanna Lotter ist seit ca. 4 Jahren Teil des Onboarding-Teams bei der OSSENO Software GmbH und begleitet als Onboarding-Managerin Unternehmen dabei, reqSuite® rm optimal in ihre Arbeitsprozesse zu integrieren. Mit ihrem fundierten Fachwissen und einem Blick fürs Detail hat sie bereits zahlreiche Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen dabei unterstützt, eine klare und effektive Anforderungsstruktur zu entwickeln. Ihr Ziel: Unternehmen dabei helfen, ihre Anforderungen von Anfang an strukturiert und praxisnah zu erfassen, sodass sie langfristig effizienter arbeiten können.

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